Das Unbewusste

Das Unbewusste ist ein zentrales Thema für Hypnotiseure. Wenn Euch der Begriff nicht so vertraut ist, lest bitte den Wikipedia Eintrag Das Unbewusste . Hier nur einige Bemerkungen zu falschen Vorstellungen über Hypnose und dem Unbewussten. Weil man das Unbewusste sagt, meinen viele, das Unbewusste sei ein monolithischer Block oder homogen wie der Inhalt eines Schwimmbeckens. Es ist ebenso wenig homogen wie ein Unternehmen. Ein Unternehmen besteht aus Auftragsannahme, Warenannahme, Buchhaltung, Produktion, Vertrieb, usw., also vielen verschiedenen Funktionsträgern, die aufeinander abgestimmt sind. Beim Unbewussten ist es ebenso. Bloß wir kennen nicht alle Abteilungen, bzw. können sie nicht direkt ansprechen.

Ein sehr einfaches Beispiel: Ein Mann hat einen gereizten Magen  kann nur noch Schonkost in kleinen Portionen zu sich nehmen. Nach 3 Wochen mit je 2 x Tieftrance a 20 Minuten tritt Besserung ein. Was ist geschehen? Der Hypnotiseur hat den Mann in Trance geführt. Dann wird die Trance mit Worten vertieft bis Tieftrance erreicht ist, und damit auch tiefe Entspannung. Nach 20 Minuten wird der Proband aus der Hypnose raus gezählt.

Wenn der Hypnotiseur die Hypnose vertieft, benutzt er nicht irgendwelche Zaubersprüche, die niemand versteht, sondern spricht in verständlicher Sprache, in unserem Fall deutsch. Die Sprache wird vom Empfänger decodiert, d.h. in Gedanken, Gefühle und Bilder übersetzt. Gefühle und Bilder sind die native Sprache zumindest des Teiles des Unbewussten, mit dem wir im Traum kommunizieren. Es ist plausibel, daß dieser Teile des Unbewussten mit weiteren Teilen des Unbewussten kommuniziert, in diesem Fall mit dem Teil, der Entspannung herbeiführt. Doch der Schritt vom entspannten Wohlgefühl zur Besserung des nervösen Magens bleibt im Dunkeln.

Hier sollte man, wie Herr Röntgen, auf dem Teppich bleiben. Halb richtige Theorien und falsche Überzeugungen können einen über Jahre umher irren lassen. Wenn man nur das nimmt, was man versteht, nimmt man auch nur das, was einem zusteht.