Trance

Trance und besonders Tieftrance sind ein sehr interessantes, aber auch sehr weitschweifiges Thema. Falls Ihr Euch mit Trance nicht auskennt, schaut Euch bitte den Wikipedia Eintrag Trance an.  Ich werde hier nur auf einige Besonderheiten meiner Auffassung von Trance eingehen.

Die folgenden Finessen braucht man nur bei der Ursachenfindung und Problemauflösung. Für den Wellnessbereich, sprich Wohlfühlhypnose, Stressbewältigung reicht die normale Feld-, Wald- und Wiesenhypnose.

Es gibt nicht die eine hypnotische Trance. Es gibt viele, sehr verschiedene Trancen, die sich nicht nur sehr verschieden anfühlen, sondern auch für verschiedene Aufgaben besonders geeignet sind.  In jeder Trance ist auch immer ein bestimmtes Trancegefühl da, ähnlich einem „Lebensgefühl“, das man bestimmten Lebenssituationen zuordnen kann. In der Hypnose taucht zuerst ein Gefühl auf, das dann die Hirnaktivitäten konstelliert. Zum Beispiel die Fokussierung unserer Aufmerksamkeit.

Während der meisten Zeit der Menschheitsentwicklung waren wir Jäger und Sammler. Wahrscheinlich sind im Laufe der Entwicklung optimale Einstellungen des Gehirns für diese Tätigkeiten entwickelt und vererbt worden. Ein Sammler braucht eine schweifende Aufmerksamkeit. Die ganze Umgebung wird beobachtet. Sieht man etwas, was  von Bedeutung sein könnte, wird der Fokus darauf gesetzt und untersucht. Dann wird eine Entscheidung getroffen. Mitnehmen oder nicht. Ist der Fund groß, kommen automatisch die übrigen Gruppenmitglieder  und sammeln mit. Es ist wichtig, dass alle Gruppenmitglieder in der gleichen Stimmung sind. Das macht auch plausibel, warum Stimmungen ansteckend sind.  In einer Gruppe Sammelnder ist ein Mensch im  Jagdfieber störend. Der Jäger ist auf ein Ziel fokussiert und verfolgt es fest entschlossen. Alles wird ausgeblendet, was für die Jagd nicht wichtig ist. So kann man erfolgreich jagen, aber schlecht sammeln, und eine Sammelstimmung wird jede Jagd verderben. Hierbei sind auch die körperlichen Einstellungen nicht zu vergessen. Ein Jagender hat z .B. mehr Adrenalin im Blut als ein Sammelnder.

Dies sind nur 2 Beispiele für typische Grundeinstellungen von Gehirn und  Körper. Diese natürlich vorhandenen Grundstimmungen können in der Hypnose ausgenutzt werden. Sucht man etwas im Unbewussten, ist die Sammlertrance mit schweifender Aufmerksamkeit oft sehr hilfreich. Ist der Casus Cnacksus gefunden, kann man den fest entschlossenen Jäger mobilisieren.